„Wir können uns mit wertlosen Sattmachern übersättigen, aber nicht mit wertvollen Lebensmitteln“.

Für eine nachhaltige und bäuerliche Landwirtschaft

Durch meine Ausbildung im pharmazeutischen Bereich beschäftigte ich mich schon seit vielen Jahren mit Biologie, Biotechnologie und gentechnischen Verfahren. Im Kontext dazu steht der Hinterbauernhof meiner Familie, der seit über dreihundert Jahren mit der Land(wirt)schaft und den Traditionen im tiefen Schwarzwald verwachsen ist. Wir sind ein gewachsener Familienbetrieb, der den Sinn und die Zusammenhänge der regionalen Wertschöpfungskette in seinem eigenen Handeln erkennt und die vorwiegend praktizierte Agrochemie in unserem Land immer mehr in Frage stellt. Schon früh klinkten wir uns aus diesem System aus und begannen in den 80-er Jahren mit der Direktvermarktung unserer eignen landwirtschaftlichen Produkte, weil wir es nicht als notwendig erachten, Nahrung mit Chemie zu produzieren und damit unsere Umwelt zu gefährden. Im Rahmen einer EU-Extensivierungsmaßnahme stellten wir Anfang der 90-er Jahre unseren Betrieb nach und nach ökologisch um. Auch unser 1979 gebauter Laufstall (damals ein Pilotprojekt), in dem sich die Tiere frei bewegen können, ist ein Teil davon. 1999 erhielten wir das Bioland-Zertifikat.  

Ökologische Landwirtschaft war und ist für mich immer ein wichtiges Thema: Von 2001 bis 2008 war ich im Landesvorstand des Bioland-Verbandes Baden-Württemberg aktiv. Seit 2004 bin ich Mitglied und seit 2013 Leiterin des Aktivforums „Gentechnik und Biopatentierung“, des katholischen Landvolks.