FEBRUAR  2021

Hilfsaktion für Moria II (Kara Tepe) auf Lesbos 

Als mich Elisabeth Kodweiß, Pastorin der evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde Villingen-Schwenningen/Tuningen, kürzlich fragte, ob ich mir vorstellen könnte die Schirmherrschaft für eine Hilfsaktion für Menschen in Moria II zu übernehmen, habe ich keinen Moment gezögert.

Auch mich schmerzt es ungemein, dass viele Tausend Geflüchtete in Griechenland und deren Inseln sowie in weiteren Staaten auf dem Balkan regelrecht gestrandet sind. Und ich finde es täglich beschämend, dass wir in der Europäischen Union und in der Bundesrepublik Deutschland mitansehen müssen, dass Menschen allen Alters an Hunger, Kälte, Nässe und bitterer Not leiden.

Ich habe mich in den vergangenen Jahren immer wieder für das Bleiberecht von Geflüchteten eingesetzt und bin froh, dass wir mit der Aktion „Decken für Moria II“ Hilfe leisten können und den Menschen einen Funken Hoffnung machen.

Die Grüne Politik ist ganz klar darauf ausgerichtet, dass das Grundgesetz auch in der Asylfrage anzuwenden ist. Wir brauchen endlich ein Einwanderungsgesetz, faire Verfahren für Asylsuchende und umfangreiche Maßnahmen sowohl zur Integration als auch zur Bekämpfung der Fluchtursachen. Leider kann Baden-Württemberg ohne die Einwilligung des Bundesinnenministeriums keine Geflüchteten aufnehmen.

Umso mehr freue ich mich nun über die Aktion:  

„Decken für Moria II“

Unter der Regie von Pastorin Kodweiß und mit Hilfe des Industriedruckunternehmers Marius Ritzi aus Trossingen, der kürzlich zusätzlich eine kleine Näherei aufgebaut hat, sollen in den nächsten Wochen 1.500 warme und strapazierfähige Decken aus isolierendem Fleece-Stoff genäht werden. Ein Team aus geflüchteten Frauen, das im Trossinger Unternehmen bisher Stoffmasken angefertigt hat, kommt hier zum Einsatz. Schon Ende Februar sollen die warmen Decken von unserer lokalen Partnerorganisation „Lesvos solidarity“ direkt verteilt werden. 

Das Projekt hat mich überzeugt, weil die Decken direkt bei den Menschen vor Ort ankommen. 

Mit 25€ sind die Kosten für eine Decke inklusive des Lohns für die Näherinnen und für den Transport gedeckt. Derzeit wird noch ein Logistikunternehmen für den Transport gesucht. Für die ganze Aktion werden ca. 40.000 Euro benötigt, die aus Spenden zusammen kommen sollen. Bis auf die Material-, Logistik- und Lohnkosten für die Näherinnen engagieren sich alle Beteiligten ehrenamtlich. 

Jede Spende hilft, damit weniger Menschen auf Lesbos frieren!

Spendenkonto: Evangelisch-methodistische Kirche Villingen-Schwenningen
Verwendungszweck: Decken für Moria
IBAN: DE07 6439 0130 0160 3100 08
BIC: GENODES1TUT
(Für Spendenbescheinigung bitte Adresse angeben)

Weitere Informationen und Medienberichte zur Aktion:

Projektvorstellung auf YouTube

https://www.youtube.com/watch?v=TADtJXBsvVc

Flyer mit Beschreibung und Worten der Beteiligten

http://www.emk-schwenningen.de/Decken_fur_Moria.pdf

Decken für Moria II



Transparenz von Politiker*Innen - 

Welche Tätigkeiten und Ämter ich ausübe und was ich dafür erhalte

 

Viele hauptberufliche Politiker*Innen üben neben ihren Mandaten oft weitere bezahlte Ämter aus oder erhalten Einnahmen aus zusätzlichen Engagements oder Tätigkeiten.

Deshalb halten wir Grünen es für gut und absolut richtig, dass diese weiteren Nebeneinkommen und deren Herkunft offen dargelegt werden.

Auch ich folge dem Appell von Lobby-Control, als Person des Öffentlichen Lebens Auskunft darüber zu geben, welche Ämter und Tätigkeiten ich neben meinem Mandat als Wahlkreisabgeordnete ausübe und was ich dafür erhalte.

Zunächst bin ich hauptberuflich Abgeordnete des Landtags. Hierfür erhalte ich eine festgelegte Abgeordnetenentschädigung plus Kostenpauschalen für Tätigkeiten, zum Beispiel als Mitglied im Petitionsausschuss sowie Versorgungsbeiträge zur Sozialversicherung. Wie hoch diese Beträge sind, kann öffentlich eingesehen werden: 

Abgeordneten-Diäten

Entschädigung Abgeordnete


Auf unserem landwirtschaftlichen Betrieb, der von unserem Sohn geführt wird, arbeite ich sporadisch ohne Entlohnung mit.  

Auf Landesebene bin ich als ehrenamtliche Beisitzerin im Vorstand des Bildungshaus Kloster St. Ulrich aktiv. Die Sitzungen finden etwa drei Mal im Jahr statt. 

Meine Tätigkeit als Vorsitzende des Aktivforum Gentechnik und Biopatentierung der Katholischen Landvolkbewegung (KLB) in der Erzdiözese Freiburg übe ich mit vier Sitzungen im Jahr aus.

Beide Ämter sind ehrenamtlich ohne Bezahlung.

Als Kreisrätin des Kreistags Schwarzwald-Baar-Kreis erhalte ich für rund acht bis zehn Sitzungen und weitere Termine pro Jahr rund 900 Euro Aufwandsentschädigung sowie rund 1000 Euro Sitzungsgeld. Dieser Betrag wird vom Kreistag beschlossen und ist ebenfalls öffentlich einsehbar: 

Landkreisordnung Baden-Württemberg / Entschädigung für ehrenamtliche Tätigkeit